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Freiwillige Feuerwehr Markt Grassau, Aichstraße 4
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Jahreshauptversammlung 2017
Mit 107 Einsätzen liegt ein eher ruhiges Jahr hinter der Grassauer Feuerwehr. In der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus an der Aichstraße berichtete Kommandant Alfred Mayer über die Arbeit der Mannschaft und Vorsitzender des Feuerwehrvereins Michael Zillner nahm sich dem gesellschaftlichen Leben der Wehr an.  Unter den 66 aktiven Einsatzkräften befinden sich auch zwei Feuerwehrfrauen. Erfreut zeigte sich Kommandant Mayer, dass die Grassauer Wehr 31 Atemschutzträger hat und sich immer wieder Aktive für Lehrgänge melden. Er kritisierte, dass nicht für alle, die sich für die Fortbildungen melden, auch ein Lehrgangsplatz vorhanden sei, was sich seiner Meinung nach ändern müsse. „Wir können die Einsatzfahrzeuge zu jeder Tages- und Nachtzeit voll besetzen“, informierte er stolz. Werktags seien immer 25 Aktive und an den Sonn- und Feiertagen sogar 25 bis 30 Aktive einsatzbereit. Werde die Rottauer Feuerwehr hinzugezählt, dann verfüge die Gemeinde über insgesamt 100 Einsatzkräfte. Siebenmal wurde die Wehr zu Brandeinsätzen alarmiert, darunter zu einem Hallenbrand in Übersee und einem größeren Brand nach Grabenstätt. Technische Hilfe galt es 49-mal zu leisten. Hier würden vor allem die Hausnotrufe wie auch die Rettung von Patienten mit dem Hubrettungsgerät zunehmen. Auch gebe es immer mehr Türöffnungen. Zudem müsse die Wehr mit ihren ausgebildeten Ersthelfern des Öfteren die „therapiefreie Zeit“, also die Zeit bis zum Eintreffen der Sanitäter und des Notarztes überbrücken. Auch Tierrettungen nehmen zu. Mayer erinnerte an die Pferderettung im Moor, wobei das Pferd durch einen Fehltritt in eine Moorgrube gestürzt und sich nicht mehr befreien konnte. Erst mithilfe eines Teleskopladers und eines „Feuerwehrpferdeflüsterers“ konnte das Tier unbeschadet aus dem Moorgraben befreit werden. Neben diesen Alarmierungen ist die Feuerwehr auch bei Festlichkeiten als Verkehrswacht gefordert. 179-mal wurde der Ernstfall geprobt. Begeistert zeigte sich Mayer, dass an den Übungen immer 30 bis 35 Personen teilnehmen. Die Bergwachtübungen mit der Annahme eines ab gestürzten Heißluftballons zählte zu den besonderen Erfahrungen. Einsätze und Übungen, aber auch Wartungen und Prüfungen der Fahrzeuge und Geräte sowie die Pflege am Haus lassen die geleisteten freiwilligen Stunden noch höher werden. Schließlich hat die Wehr auch den Digitalfunk in die Fahrzeuge selbst eingebaut. Die Betriebsabnahme erfolgte durch einen Fachmann. Mayer berichtete, dass heuer der Hallenanbau erfolgen müsse, da im Dezember das neue Löschfahrzeug geliefert werde. Zudem soll die Mitgliederwerbung verstärkt betrieben werden. Quereinsteiger seien immer willkommen. Seinen Dank richtete er an die Arbeitgeber, die die Tageseinsatzstärke durch Freistellung der Kameraden erst ermöglichen. Die achtköpfige Jugendmannschaft bewältigte 36 Übungen mit 254 Stunden, berichtete Jugendwart Ludwig Hafner. 40 Haushalte wurden während der Jugendwerbeaktion besucht und Jugendliche informiert. „Leider konnten nur vier Jugendliche geworben werden.“ Die Jugend nahm am Kreisfeuerwehrtag teil, besuchte die Feuerwehr am Flughafen Salzburg und erlebte ein Almhüttenwochenende. Geplant sei ein Berufsfeuerwehrtag. Die Aktivitäten des Vereins, der 154 Mitglieder zählt, fasste Vorsitzender Zillner zusammen. Unter anderem verwies er auf die Beteiligungen an der Feuerwehrhauseinweihung in der Partnergemeinde Tscherms in Südtirol, dem Weinfest der Überseer Wehr und dem Bierfest der Rottauer Kameraden. Zweite Bürgermeisterin Doris Noichl hob die große Verantwortung und den Zeitaufwand für die Allgemeinheit hervor. Die Ausgaben der Gemeinde für die Feuerwehr würden sich in einem normalen Jahr um rund 100 000 Euro bewegen. „Wir schätzen eure Arbeit sehr“, betonte sie. Kreisbrandmeister Alfred Waschin informierte, dass die Funkwecker 2018 auch auf digitalen Funk umgestellt werden sollen. Derzeit gebe es Feldversuche im Oberland. Er lobte den Ausbildungsstand der Grassauer Wehr und betonte, dass bei belastenden Einsätzen die Floriansjünger sich an die Experten wenden sollen. Ihm oblag die Ehrung von Andreas Häuser für dessen 25-jährige aktive Dienstzeit. Als eine Einsatzfamilie bezeichnete Daniel Wagner, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Grassau, Feuerwehr und Polizei und dankte für die Unterstützung. Die Terrorlage betreffe auch die Region, was die Absperrmaßnahmen der Feuerwehr während der „Langen Nacht“ in Grassau erforderlich mache. „Diese Sicherheitsvorkehrungen werden vom Bürger positiv bewertet“, so Wagner. Da der bisherige Kassier Konrad Nagele zum Zweiten Kommandanten gewählt worden war, bestimmte die Versammlung Markus Baersch zum neuen Kassenführer. Keine Diskussion gab es zur Erhöhung des Jahresbeitrags von acht auf zehn Euro. Auch dies wurde einstimmig beschlossen.